Der Roboter — Dein Freund und Pfleger?

Mecklenburg-Vorpommern schrumpft und altert. Die Jungen ziehen fort, die Alten bleiben zurück mit einer Frage: Wer kümmert sich um uns, um die, die Pflege und Betreuung brauchen? Eine mögliche Antwort: Künstliche Intelligenz. In der Stadtbibliothek Rostock (Kröpeliner Str. 82) zeigt die Rostocker Journalistin Katharina Elsner noch bis zum 23. September in einem audiovisuellen Rundgang, wie intelligente Maschinen unser Leben im Alter verändern werden. Dafür stellt sie verschiedene Projekte vor: Eine Forscherin der Universität Rostock testet eine intelligente Uhr, die Menschen mit Demenz erinnern soll, Wasser zu trinken. Eine Firma aus Bad Doberan entwickelt eine App, die es Kindern aus der Ferne erlaubt, ihre Eltern zu checken, wann sie die Kaffeemaschine anstellen oder ins Bett gehen. Ein Roboter in Greifswald hilft Schlaganfallpatient:innen in der Therapie. Außerdem immer an Elsners Seite: Der Roboter Pepper, der die Besucher:innen der Stadtbibliothek an die Hand nimmt und mit ihnen spricht. Katharina Elsner stellt Forschung, Projekte und Praxisbeispiele vor, beantwortet Fragen und diskutiert mit den Besucher:innen. Denn es geht um das große Ganze: Wie wollen wir im Alter leben? Welche Rolle sollen Technik und Künstliche Intelligenzen dabei spielen? Ersetzen wir damit menschliche Nähe? Und wo liegt die Grenze zwischen selbstbestimmtem Wohnen und Leben im Alter und Kontrolle und Überwachung?

Am 23. September um 19.30 Uhr findet, moderiert von Katharina Elsner, eine Podiumsdiskussion in der Stadtbibliothek statt, auf der sich Expert:innen aus Philosophie, Forschung, Informatik und der Pflege über die Fragen austauschen.

Der Eintritt zum audiovisuellen Rundgang und zur Podiumsdiskussion ist frei.