Initiative für selbstverantwortete Senioren-WGs sucht Unterstützung

Viele ältere Menschen wünschen sich heute alternative Wohnformen mit einem Höchstmaß an eigenem Gestaltungs- und Entscheidungsspielraum. Das Zusammenleben in einer selbstverantworteten Seniorenwohngemeinschaft, in der die Mieter oder ihre Angehörigen über ihr Zusammenleben und über ihre pflegerische Versorgung selbst entscheiden, kann eine gute Alternative zu herkömmlichen Wohnformen im Alter sein. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren-WGs verfügen alle über einen eigenen Wohnbereich und profitieren dennoch vom geselligen Miteinander, der gegenseitigen Unterstützung und der Bündelung von Ressourcen. Sie bleiben sozial eingebunden und somit aktiv. Nicht zuletzt bieten Wohngemeinschaften Senioren größere Sicherheit. Im Idealfall wird die Gemeinschaft sogar zur „Ersatzfamilie“. Wer also im Alter möglichst selbstbestimmt und in Gesellschaft leben möchte, für den ist eine selbstverantwortete Wohngemeinschaft ideal.

In Rostock gibt es gegenwärtig noch keine selbstverantwortete Senioren-WG. Deshalb wurde im Rahmen des von der Hansestadt Rostock geförderten Projektes „Länger leben im Quartier“ und unter Mitwirkung des Rostocker Seniorenbeirates eine „Interessengemeinschaft für selbstverantwortete Wohngemeinschaften im Alter“ ins Leben gerufen, um diese Wohnform in Rostock zu etablieren. Die Interessengemeinschaft (IG) ist jetzt auf der Suche nach interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie nach Persönlichkeiten aus den Bereichen der Politik, der Kultur, der Verwaltung und des öffentlichen Lebens, welche die Arbeit der IG mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen unterstützen. Die Arbeit der IG bezieht sich zunächst auf die Erstellung eines umfassenden Konzeptes zur Umsetzung der Senioren-WGs in Rostock. Dabei stehen verschiedene Themen im Fokus, wie z.B. die Wohnraumbeschaffung, das Trägermodell und das Finanzierungskonzept. Weiterhin geht es darum, ein Wohnkonzept zu erarbeiten, Möglichkeiten der öffentlichen Förderung zu ermitteln sowie die Beratung und Begleitung der WGs zu organisieren.

Die IG steht allen Menschen offen, unabhängig davon, ob sie aus ideellen Gründen heraus die Entwicklung dieser Wohnform unterstützen wollen oder selbst Interesse an einem Leben in einer selbstverantworteten Senioren-Wohngemeinschaft haben.

Das nächste Treffen der „Interessengemeinschaft für selbstverantwortete Wohngemeinschaften im Alter“ findet am 28. April um 14 Uhr im SBZ-Heizhaus (Tychsenstraße 22) statt. Wegen der Corona-Bestimmungen werden Interessenten gebeten, sich bei dem Projektverantwortlichen Robert Sonnevend unter der Telefonnummer 0381-12744460 oder per Mail an projekt.laenger.leben@gmail.com für die Veranstaltung anzumelden. Herr Sonnevend steht auch allen Interessenten für Auskünfte zur Verfügung.

Monika Schmidt, Vorsitzende Seniorenbeirat Rostock