„Wohnen für Hilfe“ – ein neues Projekt jetzt auch in Rostock

Allein sein? Das will niemand gern. Trotzdem leben 40 Prozent der Deutschen in sogenannten Single-Haushalten und mehr als ein Drittel davon sind im Seniorenalter. Diese Gruppe bestätigt auch, dass mit zunehmendem Alter vieles beschwerlicher wird, auch wenn man sich mit vielen Dingen, wie gesunder Ernährung, sportlicher Betätigung und geistigem Interesse, fit hält.

Es wäre doch schön, wenn man eine helfende Hand in den eigenen vier Wänden hätte. Oder ein bissel Geselligkeit. Das alles kann in Erfüllung gehen, wenn die Seniorin oder der Senior sich entschließt, einem Studierenden in ihrem Haushalt oder der Wohnung ein Zimmer zu überlassen.

Wie sieht das praktisch aus? Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ bringt die Seniorin oder den Senior mit einem „Wunschstudierenden“ zusammen. Nach umfangreichem Kennenlernen und Abstimmen der Einzelheiten, kann ein Probe- Wohnen vereinbart werden. Danach kann man sich dann endgültig für die Aufnahme des Studierenden entscheiden, denn es soll ja eine für beide Seiten erquickliche Wohnpartnerschaft werden.

Die Grundregel ist dabei, dass der/die Studierende pro m2 überlassenem Wohnraum eine Stunde Hilfe im Monat leistet. Im Gegenzug entfällt die Mietzahlung für die Studierenden. Nur die Nebenkosten für Strom, Heizung und Wasser werden anteilig getragen. Pflegeleistungen jeglicher Art sind von den studentischen Hilfeleistungen ausgeschlossen. Die zu leistende Hilfe wird natürlich gegenseitig vereinbart. Hier nur einige Beispiele wie diese aussehen könnten: gemeinsam Einkaufen gehen; Gesellschaft leisten bei einem spannenden Krimi, den man vielleicht nicht allein anschauen möchte; die Wohnung bei Abwesenheit zu betreuen oder Sie zu notwendigen Behördengängen begleiten. Aber vielleicht haben Sie noch ganz andere Wünsche, wo sie eine Unterstützung benötigen. Alles ist möglich!

In vielen Städten der Republik hat sich Wohnen für Hilfe bereits bewährt. Deshalb hat sich die Hansestadt Rostock entschlossen, das Projekt zu fördern und den Waldemarhof e. V. als Projektträger einzusetzen.

Wir, die Projektmitarbeiter, Herr Robert Sonnevend und Frau Sonja Beuch, sind davon überzeugt, dass sich Wohnpartnerschaften von Senioren und Studierenden auch in Rostock etablieren können. Vielleicht fangen wir damit in der Südstadt und Biestow an?

Wenn Sie Interesse an „Wohnen für Hilfe“ haben oder weiterführende Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an:

Robert Sonnevend, Mail: robert.sonnevend@waldemarhof.de , Tel.: 12744460 oder

Sonja Beuch, Mail: sonja.beuch@waldemarhof.de ,  Tel.: 12733420

Sie können uns auch zu unserer Sprechzeit am Mittwoch von 13 bis 16 Uhr im Amt für Jugend und Soziales, St.- Georg-Straße 109, Haus II, Zimmer 0.25. besuchen.

Sonja Beuch

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